Eine faszinierende Ausstellung eröffnet das Kunst- und Kulturjahr 2026 im Stadtstadel.
Thomas Lucker, Bildhauer aus Berlin, präsentierte eine bewegende Auswahl seiner uniquen Kalksteinskulpturen und Fotoreliefs persönlich auf der ersten Vernissage des Jahres. Nicht nur die besondere Bearbeitung des Steins und die reliefartige Form seiner Werke begeisterten die Gäste. Es ist die einzigartige Verbindung zwischen Bildhauerei und Fotografie, die die Figuren scheinbar in Bewegung führt und sie gleichzeitig im Stein festhält. Ein Spannungsbogen, den er den Teilnehmern auf großartige Weise eröffnete. Sichtlich bewegt vertiefte sich das Publikum in die Ausstellungsstücke und ein jeder fand auf ganz persönliche Art Zugang zu Thomas Luckers Kunst.
Musikalisch bereichert wurde die Vernissage über den syrischen Oudspieler und Komponisten Abathar Kmash, der gemeinsam mit Eleanna Pitsikaki und ihrem Lieblingsinstrument Qanun sowie Wilbert Pepper am Kontrabass, beide Mitglieder aus seinem Ensemble Ogaro, Musik vom östlichen Mittelmeer bis Armenien spielte. Es war eine Vielfalt, die ihresgleichen suchte und alle Zuhörer in ihren Bann zog. Das Trio verfolgte an ihren Instrumenten die geografischen Spuren, auf denen auch Thomas Lucker zuhause ist. Bei mehreren Stücken ließ Magnus Dauner, der bekannte Percussion Spieler und Schlagzeuger, aus dem Trio ein Quartett werden und untermalte mit viel Gespür die Instrumente der anderen. Musik und Kunst gingen eine für alle eine bezaubernde Harmonie ein; darin waren sich alle Gäste einig.
Fotograf*in: Matthias Sienz