Den Auftakt im neuen Jahr machte ein Figurentheater aus Berlin/Passau, welches als eine Auftragsproduktion für die Brucknergesellschaft Linz entwickelt wurde und in 2024 auch im Brucknerhaus in Linz uraufgeführt wurde. In der Originalbesetzung spielten Annika Pistl und Dorothee Carls des Ensembles „Die Exen“ die verschiedenen Rollen im Stück und wurden dabei wieder vom Spring String Quartett aus Linz musikalisch begleitet.
„Der merkwürdige Herr Bruckner“ ist eine Hommage zum 200. Geburtstag des berühmten Komponisten. Ein Geburtstagsständchen weckte den weltberühmten Komponisten Anton Bruckner aus seiner ewigen Ruhe. Froh über die Abwechslung, -„I hob ja Zeit, bin ja scho tot“ - , beginnt er höchst persönlich aus seinem Leben zu erzählen: Wie er seiner Zeit voraus neue künstlerische Wege wagte und unvergessene Meisterwerke schuf. Seinen intellektuellen Neidern zum Trotz. Die machten ihm nämlich das Leben schwer. Kaum jemand traute dem ehemaligen Dorfschullehrer solche Höhenflüge zu. Dennoch arbeitete Bruckner unbeirrt weiter. Und er würde wohl auch seine 9. Symphonie beenden, aber „halt, das geht ja nicht, bin ja schon tot.“
Mitreißend gespielt ließen die beiden Schauspielerinnen speziell Anton Bruckner sowie die vielen Charaktere, die sein Leben wesentlich beeinflussten, seine Lebensgeschichte erzählen, grandios untermalt mit speziell arrangierten Bruckner Werken für Streicher. Das Quartett mit Christian Wirth Geige, Markus Wall Geige, Julian Gillesberger Bratsche und Stephan Punderlitschek Cello vermittelte einen wunderbaren Eindruck über die Vielfalt seiner Kompositionen. Mit standing ovations verabschiedete das begeisterte Publikum die Schauspielerinnen und die Musiker.
Fotograf*in: Stefanie Gilio & Birgit Kastner-Simon