Zeitgenössische Kunst, Musik, Theater und Literatur im Einklang mit der Kultur der Gaumenfreuden. Ausstellungen und Veranstaltungen präsentieren sich geladenen Gästen und Kunstinteressierten zu festen Öffnungszeiten.
Es ist das Ziel, Künstler und Kunstschaffende zu fördern und die Begegnung zwischen den unterschiedlichen Welten unserer Gesellschaft zu bereichern. Ein Ort zum Genießen von Kunst und Kultur. Seien Sie willkommen.
Jeden Monat kommen neue Künstler, neue Musiker, Schauspieler, Tänzer in den Stadtstadel.
Alle Impressionen sind in unserem Archiv, egal ob bisherige Ausstellungen, Veranstaltungen oder Informationen zu denen die dazu beitragen, dass jede Veranstaltung zu etwas besonderem wird!
Was macht die Figuren, die Thomas Lucker in Stein haut, so besonders, so dass sie uns berühren? Sie sind in Bewegung und doch statisch. Sie strahlen eine große Präsenz aus und sind gleichzeitig in einem Moment der Innerlichkeit gefangen. Sie sind ganz im Augenblick – und doch im Aufbruch. Signalisieren sie einem Wendepunkt? Der nächste Schritt scheint entscheidend, aber wohin führt er? Das scheint ungewiss. Fallen wir oder springen wir?
Menschen in Afrika. Auf Schiffen. Gesichter. Figuren im freien Fall, in der Luft schwebend. Geht es abwärts oder aufwärts? Vieles ist denkbar; entscheidend ist der Blick des Betrachters. Thomas Lucker hat seine Kindheit und Jugend auf See verbracht, kennt die Aufbrüche und Abschiede, aber vor allem auch das dazwischen, die lange Zeit auf dem Meer, in der Erinnerung und Realität verschwimmen. In seiner Kunst gibt er sich nicht mit einzelnen Ebenen der Wirklichkeit zufrieden. Er verschränkt Dauerhaftes und Vergängliches, hält „in Stein gemeißelt“ fest, was nur für den Augenblick bestimmt war. Er verbindet in einer einzigartigen Technik Stein und Fotografie. Seine belichteten Kalksteinskulpturen sind immer Einblicke. Sie fixieren Momente des Lebens, die jeden Augenblick kippen können.
Thomas Lucker wurde 1959 in Osten an der Oste in eine Kapitänsfamilie geboren. Nach einer Ausbildung zum Steinbildhauer und dem Kunststudium in Hannover, lebt er seit 1995 als freier Künstler in Berlin. Neben seiner Arbeit als Bildhauer ist er auch als Restaurator tätig, unter anderem für das Pergamonmuseum in Berlin und das Römisch-Germanische Museum in Köln, aber auch auf archäologischen Ausgrabungen im Sudan und in Ägypten, sowie in Projekten in Israel, Seoul, Rom und Istanbul. Das Neue Museum in Berlin trägt wesentlich seine Handschrift.
Die Ausstellung ist jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen 13:00 und 16:00 Uhr geöffnet. Über unser Kontaktformular auf unserer Website können sie auch persönliche Ausstellungsbesuche vereinbaren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Das Haus Illerstraße 15 gehört zu den ältesten Häusern der ehemaligen Reichsstadt Kempten. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und ist eng mit dem benachbarten Mühlberg-Ensemble verbunden. Das Gebäude diente, vom Fürstabt errichtet, der Versorgung von Pilgern, Reisenden und Bedürftigen. Um 1600 residierte eine Patrizierfamilie in dem dreigeschossigen Satteldachbau, später übernahm die Stadt das Gebäude und wandelte es zum städtischen Bauhof um. Seitdem wird es Stadtstadel genannt.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Haus mit viel Liebe zum Detail saniert. Zugeschüttete Kellerräume wurden offengelegt und dabei eine alte Säule sowie ein alter Mühlstein entdeckt. Zu den Besonderheiten zählen Renaissancemalereien und ein gotischer Dachstuhl. Nach unterschiedlicher Nutzung ist der Stadtstadel seit 2021 ein Ort für zeitgenössische Kunst und Kultur.
Nach über dreißig jähriger Managementtätigkeit im Bereich Strategisches Marketing und Kommunikation entschloss ich mich, meinem Interesse an Kunst und Kultur mehr Zeit zu widmen und mit dem Erwerb des Stadtstadels diesem einen festen Raum zu geben.
Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Stilrichtungen in der Kunst und der Dialog mit Künstlern sowie Besuchern fasziniert mich. Es ist eine begeisternde Aufgabe für mich, die schönen Dinge des Lebens ganzheitlich in Szene zu setzen und Interessierten zugänglich zu machen.